Donnerstag, 19. März 2009

Stiftung Gute Tat.de

Wir haben in diesem Forum bereits über die Berliner Stiftung Gute-Tat.de informiert.

Nun wollen wir erneut die Gelegenheit nutzen und auf die vielfältigen Projekte und Einsatzmöglichkeiten bei der Ehrenamtsvermittlung hinweisen:


Jeder kann helfen – Gute-Tat.de zeigt wie

Soziales Engagement muss nicht notwendigerweise mit dem Helfen im Seniorenheim oder dem Vorlesen in Kinderkrankenhäusern verbunden sein. Das beweist die Stiftung Gute-Tat.de und bietet interessierten Helfern ein breites Spektrum an Projekten - nicht nur für international Hilfsbedürftige, sondern auch „vor der eigenen Haustür“. So kann sich jeder auf die Weise einbringen, die ihm am Liebsten ist.

Wer sich heutzutage ehrenamtlich engagieren möchte, braucht keine Ausbildung zum Krankenpfleger oder Hausmeister zu haben. Dank der Internetplattform Gute-Tat.de können Interessierte aktuell aus einem berlinweiten Angebot von über 250 Projekten schöpfen und mit den eigenen Talenten gezielt dort helfen, wo es für sie am sinnvollsten ist.

Beispielsweise werden für eine Ausstellungseröffnung mit Bildern von geistig behinderten Künstlern noch ehrenamtliche Helfer gesucht. Dieses Projekt setzt, wie viele der Stiftung, nur eine einmalige Teilnahme voraus. Man kann sich unkompliziert und spontan, ohne eine bindende Verpflichtung einzugehen, sozial engagieren.
Auch wer sich längerfristig und regelmäßig betätigen möchte, findet eine große Auswahl an interessanten Projekten. Zum Beispiel werden stets Paten für Migranten gesucht, hier betreut man die Menschen mit Migrationshintergrund und hilft ihnen, sich in Berlin zurecht zu finden. Wer z.B. Talent zum Schauspielern hat, ist beim Projekt „Laienschauspieler gesucht“ genau richtig, hier werden Sie dann mit der Truppe in gemeinnützigen Einrichtungen auftreten.

Bei Gute-Tat.de wird also für jeden Geschmack und Talent etwas passendes geboten – über 400 gemeinnützige Organisationen sind schon registriert. Gemein ist allen, dass sie sich neben ehrenamtlicher Arbeit auch über Geldspenden oder über Sachspenden wie Computer freuen und über die Webseite www.Gute-Tat.de erreichbar sind.
Die gemeinnützige und mildtätige Stiftung Gute-Tat.de wurde Ende 2000 gegründet. Stiftungszweck ist, hilfsbereiten Menschen durch das Internet einen Überblick über soziale Projekten bzw. Organisationen und deren Bedarf an ehrenamtlichem Engagement, Sachmitteln und finanziellen Mittel zu geben. Die Stiftung ist überparteilich, überkonfessionell und unabhängig.

Weitere Informationen:
Susan Röhlig-Rosteck
Stiftung Gute-Tat.de
Zinnowitzer Str. 1, 10115 Berlin
Tel: 030-390 88-222
Fax: 030-390 88-199
Email: info@Gute-Tat.de
Internet: www.Gute-Tat.de

Freitag, 13. März 2009

Um ein Kind großzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf

Bildung braucht ehrenamtliche Unterstützung

Wieder mal ein Preis, Blumen, Reden, Händeschütteln. Schon langweilig?
Vielleicht spricht ein Zitat an, das auf der Preisverleihung erwähnt wurde, es stammt von Hartmut von Hentig, einem Pädagogen, der schon frühzeitig in 6 Worte zusammenfasste, was Schule erreichen sollte: „Die Menschen stärken. Die Sachen klären.“ Genau. Und zwar in der Reihenfolge. Der Amoklauf in Winnenden, geschehen am gleichen Tag, an dem auch die Preisverleihung stattfand, zeigt brutal, wie groß der Handlungsbedarf ist.
Hier sind bereits Menschen, die ehrenamtlich Menschen stärken und Sachen klären.

Auch im Mittelpunkt des elften Wettbewerbs um den Förderpreis Aktive Bürgerschaft 2009 (dotiert mit 15.000 €) stand nämlich das Thema Bildung. Ausgezeichnet wurden beispielhafte Konzepte dafür, wie Bürgerstiftungen als Mittler im Bildungsbereich eine positive Wirkung für die Gesellschaft erzielen.
Bei der Preisverleihung wurde im Podiumsgespräch von Schulen als geschlossene Anstalten und von überforderten Lehrern sowie frustrierten Schülern gesprochen. Die Öffnung von Schulen für die Menschen aus dem Umfeld, z.B. für ehrenamtliche Projekte, Lernpaten wie sie in den nominierten Organisationen tätig sind, haben eindrucksvolle Menschen vorangetrieben. Sie engagieren sich hier mit viel Energie für die jungen Menschen in Ihrem Umfeld.
Haben Sie Lust, mal bei den entsprechenden Bürgerstiftungen reinzuklicken?
Einen Überblick über alle bundesweiten Stiftungen gibt es bei der Aktiven Bürgerschaft:
http://www.aktive-buergerschaft.de/vab/
Preisträger ist in wurde in diesem Jahr die Stiftung „Bürger für Leipzig“.
Mit ihrem Bildungsfonds „Musik macht schlau“ ermöglicht die Stiftung Kindern und Jugendlichen aus einkommensschwachen Familien den Zugang zu musikalischer Bildung und fördert langfristig interessierte und talentierte Kinder. Dabei tritt sie dafür ein, musikalische Bildungsangebote in Kindergärten und Schulen zu verbessern.
Das Preisgeld fließt in den Bildungsfonds, so dass die Bürgerstiftung aus den Erträgen fortlaufend Bildungsaktivitäten unterstützen kann.
http://www.buergerfuerleipzig.de/
Nominiert waren ebenfalls die:
Bürgerstiftung Taunusstein
Hier helfen Jobpaten Hauptschüler, Ihre Schullaufbahn erfolgreich zu beenden und über einen Ausbildungsplatz in das Berufsleben zu finden.
Infos:
http://www.buergerstiftung-taunusstein.de/
und die
Stadt Stiftung Gütersloh
Die Stadt Stiftung Gütersloh hat die „Bildungsoffensive Gütersloh“ initiiert, um Kindern und Jugendlichen bessere Zugangschancen zur Bildung zu eröffnen und Akteure im Bildungsprozess zu vernetzen. Beispielhafte Projekte sind die Probierwerkstatt, bei der Hauptschüler Einblicke in verschiedene Berufe erhalten, und die Kinderuni, bei der Kinder in Gesprächen, bei Experimenten und Forschungsreisen die Welt der Philosophie, Naturwissenschaften, Geschichte und Medizin entdecken.
http://www.stadtstiftung.de/
Alles rund um den Förderpreis übersichtlich unter:
http://www.aktive-buergerschaft.de/fab/

Freitag, 6. März 2009

Was dem einen sein Uhl, ist dem anderen sein Nachtigall

Die internationale Finanzkrise ist in Deutschland im Sozialbereich in der Aufgabenstellung überall in der Arbeit präsent. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Betrieben sind besorgt, Klienten haben reale oder diffuse Ängste. Im konkreten Handeln, in den Finanzierungen sozialer Organisationen spielt sie jedoch zur Zeit nur eine untergeordnete Rolle. Das ist in anderen Ländern anders. In den USA zum Beispiel hat die Finanzkrise im Bereich der Fort- und Weiterbildung sozialer Berufe jetzt schon zu einem Markteinbruch von bis zu 30 Prozent geführt. Da die nordamerikanischen sozialen Organisationen stärker als in Deutschland von privaten Spenden abhängig sind, und mit steigender Arbeitslosigkeit und steigenden wirtschaftlichen Unsicherheiten, Spendenwilligkeit nachläßt, haben auch viele Organisationen damit zu kämpfen, deutlich weniger Ressourcen zur Verfügung zu haben. Gleichzeitig hat der in den USA zu Deutschland unterschiedlich strukturierte Staat, anders als in Deutschland, die öffentlichen Zuwendungen an soziale Organistionen heruntergefahren. Dieser Zusammenhang wird in einem Artikel der New York vom 24. Januar 2009 unter der Überschrift:

Can Volunteers be a lifeline for Non-Profit Groups?


dargestellt. 

Dann kommt aber eine typisch amerikanische Wendung. In der Gefahr der Krise wird die Chance für die Veränderung gesucht. Aus der Zahl von 2 Millionen arbeitslos gewordenen Amerikanern in Managementpositionen wird die Schlußfolgerung gezogen:

Große Chance für den Non-Profit Bereich

Wenn diese Menschen anfangen würden, für die Non-Profit Organisationen als Ehrenamtliche zu arbeiten, dann hätte der Bereich mit talentierten und gut ausgebildeten Leuten neue Möglichkeiten. Im weiteren wird in dem Artikel auf die Notwendigkeit eingegangen, auch in sozialen Organisationen stärker auf das Personal, besonders auf das ehrenamtliche Personal zu achten, und mit praktischen Beispielen gezeigt, welche Möglichkeiten in so einem Vorgehen liegen.
Insbesondere aber wird betont, welche Möglichkeiten für arbeitslose Menschen im Ehrenamt liegen, in Bezug auf soziale Kontakte, Selbstbewußtsein und auch auf Möglichkeiten wieder Arbeit zu finden. 

Vieles an dem Artikel ist sehr amerikanisch, aber in Zeiten internationaler Verpflechtung und internationaler Krise bietet er eine interessante Perspektive auf die vielen Aspekte der Krise. Er macht deutlich, das des einen Uhl, die Finanzkrise, des anderen Nachtigall, Entwicklung neuer Möglichkeiten im Ehrenamt für soziale Organistionen, sein kann. Oder wie es im Englischen heißt:

Two sides of the same Mountain

Samstag, 28. Februar 2009

Der Kölner Karneval im Zeichen des Ehrenamts

Den Aschermittwoch haben wir hinter uns und somit hat die „fünfte Jahreszeit“ wieder ihren gebührenden Ausklang gefunden.
Nicht unspannend, wenn auch im Nachgang, sei an dieser Stelle erwähnt, dass das Festkommitee des Karnevals 11 Gebote festgeschrieben hat, mit denen man der ehrenamtlichen Arbeit in Karnevalszeiten einen qualitativ wertvollen und verbindlichen Rahmen geben möchte.
In der Präambel heißt es:
„Der Kölner Karneval ist ein Lebensgefühl, hat eine hohe emotionale Komponente und braucht Qualitätskriterien für seine ehrenamtliche Arbeit. Wir im Hause des Festkomitees haben uns intensiv damit beschäftigt. Es sind Leitsätze, die wir für unsere Arbeit formuliert haben und die wir auch unseren Gesellschaften als Empfehlung aussprechen.“
Das 6. Gebot benennt die ehrenamtliche Komponente und tragende Säule: „Der Kölner Karneval soll durch das Ehrenamt getragen werden.“ Auch der gesellschaftlichen Verantwortung, 7. Gebot, entzieht man sich nicht und widmet sich im 11. Gebot der „Spiegelfunktion“, die „gesellschaftskritisch, werteorientiert und unabhängig“ sein soll.
Bei soviel Verantwortungsbewusstsein, darf der Spaß trotz allem nicht zu kurz kommen. Das 11. und letzte Gebot sagt uns: „Der Kölner Karneval hat Humor und Leichtigkeit.“


In diesem SinneBleiben Sie heiter!

Samstag, 21. Februar 2009

Willkommen bei Best Buddies Deutschland

Ehrenamtlich engagieren einmal anders... Als "Capuccino-Freund" oder "Kino-Freund" ehrenamtlich aktiv werden… Dann gehen Sie auf www.bestbuddies.de

Gründer und Schirmherr ist Anthony Kennedy-Shriver. 1989 gründete er Best Buddies International an der Georgetown University in Washington. Bereits zu Studienzeiten hatte Anthony Kennedy Shriver die Idee zu Best Buddies, als er bemerkte, dass Menschen mit geistiger Behinderung nicht die gleichen´Möglichkeiten haben, soziale Kontakte mit Gleichaltrigen aufzubauen, wie diejenigen, die keine geistige Behinderung haben. Ihm ist aufgefallen, welch positive Kraft Freundschaft auf das Selbstbewusstsein, die Lebensfreude und auf die sozialen Kompetenzen von Menschen mit geistiger Behinderung ausstrahlt.

e-Buddies-Programm
Best Buddies kann man unterschiedlich unterstützen. Interessant finde ich das e-Buddies Programm, ein innovatives Programm, das eine „Brieffreundschaft“ online per E-Mail ermöglicht. Die e-Buddies, so werden die aktiven Teilnehmer bezeichnet, erklären sich bereit, für die Dauer eines Jahres mindestens einmal pro Woche eine E-Mail zu schreiben. Dieses Programm ermöglicht Freundschaften über regionale Grenzen hinaus. Darüber hinaus fördert es die Fähigkeiten, einen Computer zu benutzen.

Citizen-Programm?
In erster Linie geht es um Freundschaft – Freundschaft, die eins-zu-eins stattfindet. Das Citizen-Programm bietet allen Menschen, die nicht mehr zur Schule gehen, die Möglichkeit, bei Best Buddies teilzunehmen, um eine Freundschaft zu einem Menschen mit geistiger Behinderung aufzubauen und dessen Leben zu bereichern! Vielleicht als Capuccino-Freund, oder als Kino-Freund.
Wer am Citizen-Programm teilnehmen möchte, erklärt sich für den Zeitraum eines Jahres bereit, mit seinem Buddy einmal pro Woche Kontakt aufzunehmen und zwei mal im Monat etwas miteinander zu unternehmen, wie z. B. ins Kino oder Museum gehen, einen Kaffee zusammen zu trinken oder gemeinsam Sport zu machen.

Filme und Beiträge von Teilnehmenden machen die Seite zusätzlich attraktiv und laden ein mitzumachen. Ein sehr gutes Beispiel für internationale Angebote im Ehrenamt.
Verschiedene Programme machen es möglich, sich nicht nur regional zu engagieren, sondern mit Hilfe des Internets weltweit aktiv zu sein.

Freitag, 13. Februar 2009

Grüne Damen….

… und auch Herren haben nichts mit Ökologie oder Umweltbewusstsein zu tun.

Es sind Menschen, die sich ehrenamtlich in der Krankenhauspflege engagieren.

Der Name entstand durch die meist grünen Kittel der Ehrenamtlichen und dient der Unterscheidung gegenüber den weiß gekleideten hauptamtlich Angestellten.

Die grünen Damen und Herren besuchen Stationen in Altenheimen, Pflegeheimen oder Kliniken und übernehmen meist Vorlese-, Einkaufs- und andere Dienste, wenn z. B Angehörige fehlen bzw. Patienten wenig Besuch bekommen.
Ihre Arbeit orientiert sich an den Wünschen und Belangen der Pflegebedürftigen oder deren Angehörigen, kurz gesagt es ist Hilfe von Mensch zu Mensch.

Vielfach werden sie zu Beginn ihrer Tätigkeit durch ein oder mehrere Einführungsveranstaltungen auf diese vorbereitet. Oft treffen sie sich zum regelmäßigem Austausch oder gemeinsamen Weiterbildungen.

Diese ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe ist nun schon 30 Jahre alt und kirchenübergreifend und christlich inspiriert. Brigitte Schröder hatte sie - vom ehrenamtlichen Dienst des Volunteer Service in den USA angeregt - 1969 begründet.

Zu Beginn des Jahres 2002 wurden in 428 Krankenhäusern und in 286 Alteneinrichtungen deutschlandweit mindestens 10.031 Grüne Damen und 518 Grüne Herren gezählt. (Quelle: Pflegewiki)

Wenn man bei „Google“ das Stichwort „grüne Damen“ eingibt werden 281.000 Einträge angezeigt, vielfach sind es Seiten von lokalen Gruppen. Es zeigt den hohen Verbreitungsgrad dieser ehrenamtlichen Arbeit.

Der immer wieder diskutierte Pflegenotstand und knapper werdende Kassen machen ihre Engagement zu einer wichtigen Ergänzung einer angemessen Pflegearbeit.

Freitag, 6. Februar 2009

Versichert und vernetzt im Ehrenamt

Der Verein Deutsches Ehrenamt berät und informiert Vereine und Vorstände zu Haftungsrisiken und Versicherungsschutz. Sogar ein neues Prüfsiegel „Schutz vor Haftungsrisiken“ wird vergeben. Seit zehn Jahren unterstützt der Verein mit fachlich versierten Leuten ratsuchende Einrichtungen und ehrenamtlich engagierte Menschen. Mitglieder können Vereine, Verbände, Stiftungen und Initiativen werden.
Die beratende Gemeinschaft besteht aus Rechtsanwälten, Steuerberatern und Wirtschaftspürfern.
Mehr erfahren Sie hier:
http://www.deutsches-ehrenamt.com


Dort Beratung und Information hier die Vernetzung:

Das Online-Portal XING widmet sich mit einem Forum der immer bekannter werdenden Marktplatz-Methode. Im sozialen Bereich hat sich eine Veranstaltungsform herausgebildet, bei der Kooperationen zwischen Unternehmen aus der freien Wirtschaft und Organisationen und Vereinen aus dem gemeinnützigen Sektor angebahnt und vermittelt werden. Die Idee der Marktplätze stammt ursprünglich aus den Niederlanden und findet zunehmend auch in Deutschland Anklang und Verbreitung.

Die Bertelsmann-Stiftung hat nun einen Online-Marktplatz dazu geschaffen, um weiteren Austausch und Kooperationen zu ermöglichen, aber auch zu informieren.
Wer mag, melde sich an. Die Gruppe „Marktplatz für Neue Gesellschaftliche Kooperationen“ trifft sich hier:
https://www.xing.com/net/gutegeschaefte.