Freitag, 13. Juli 2007

1. Jahr Ehrenamtsblog

Wie schnell die Zeit vergeht. Am 5. Juli 2006 wurde der erste Beitrag des Ehrenamtsblogs veröffentlicht. Seitdem gibt es von Michaele Hamburger und Michel Elberfeld einmal die Woche neuen Informationen zum Thema Ehrenamt im Internet. Zum ersten Geburtstag des Ehrenamtsblog wollen wir etwas mehr über diese beiden Personen und die Autoren des Ehrenamtblogs veraten.
Michaela Hambuger und Michel Elberfeld sind Kunstfiguren, deren Namen an die wichtigen Schritte der Entwicklung ehrenamtlicher Arbeit in Deutschland erinnen. In den Namen wird Bezug genommen auf das

Hamburger System aus dem Jahr 1788

Schon zum Ende des 18. Jahrhunderts kommt es in Hamburg mit Gründung der Hamburgischen Armenanstalt 1788 zu einer systematischen Organisation ehrenamtlicher Arbeit. Es fand eine Zusammenfassung und kommunale Kontrolle der Armenfonds statt. Hamburg wurde in 60 Bezirke aufgeteilt, denen jeweils drei ehrenamtliche Armenpfleger, die auf drei Jahre gewählt wurden, zugeordnet waren. Diese betrieben die Armenpflege mit systematisierten Fragebögen und waren einem auf Lebenszeit gewählten Armenkollegium verantwortlich.

und das

Elberfelder System aus dem Jahr 1853

Im 19. Jahrhundert war ehrenamtliche Tätigkeit sehr oft soziales Ehrenamt in der kommunalen Armenhilfe. Die Krone dieser freiwilligen sozialen Arbeit stellte das im Jahr 1853 in Elberfeld/Westfalen eingeführte Elberfelder System dar. In den folgenden 50 Jahren wurde es von fast allen größeren Städten Deutschlands als „das System sozialer Arbeit“ übernommen. In ihm wird die Stadt in kleine Quartiere aufgeteilt, und jedes Quartier erhielt einen ehrenamtlichen Armenpfleger, der die Bedürftigen in seinem unmittelbaren Wohnumfeld betreut.

Der Vorname der Beiden war nicht so leicht zu finden. Schnell hatten wir uns darauf geeinigt, dass es eine Frau und ein Mann sein sollten, und der Name des Mannes, Michel, war einfach zu finden. In ihm wird Bezug genommen auf die Figur des deutschen Michel als Personifikation der Bürger dieses Landes. Beim Frauennamen haben wir uns schwerer getan, da gab es eine Menge Vorschläge, aber keiner wollte richtig gefallen. Zum Schluß haben wir einfach einen weiblichen Michel, eine Michaela erfunden, und dabei ist es geblieben.


Wer aber schreibt nun diesen Blog wirklich?

Dieses Geheimnis soll heute gelüftet werden. Die Autoren sind oder waren Mitarbeiter der Paritätischen Akademie in Berlin oder von BürgerAktiv – Paritätische Gesellschaft zur Förderung von Bürgerengagement gGmbH und teilen sich die Arbeit untereinander auf.

Hier nun die Autoren in Namen und Bild:


Anke Baumgärtel, ehemals freie Mitarbeiterin der Paritätischen Akademie jetzt Mitarbeiterin beim Treffpunkt Hilfsbereitschaft in Berlin


Beate Häring, Referentin der Paritätischen Akademie

Ina Kant, Mitarbeiterin von BürgerAktiv – Paritätische Gesellschaft zur Förderung von Bürgerengagement gGmbH

Beatrice Schüll, Referentin der Paritätischen Akademie


Susane Steinmetz, Referentin der Paritätischen Akademie

Stephan F. Wagner, Geschäftsführer der Paritätischen Akademie

Freitag, 6. Juli 2007

Musikgenuss & Ehrenamt

Ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich ist selten oder sagen wir, bisher wenig bekannt. In Berlin gibt es zwei Vorzeigebeispiele und zudem auch noch zwei berühmte Häuser, die dem kulturinteressierten Freiwilligen sehr interessante Einsatzmöglichkeiten bieten.
Das Konzerthaus Berlin arbeitet seit 4 Jahren mit Ehrenamtlichen. Der Kreis der "Einsatzwütigen" hat sich seit Beginn der Ehrenamtsprojekte stetig vergrößert. Auch die Projekte können so natürlich verändert und erweitert werden.

In der Philharmonie wird zur Zeit ein ehrenamtlicher Besucherservice aufgebaut. Interessanter Weise ist hier der Andrang und die Nachfrage von Freiwilligen größer als der eigentliche Bedarf.
So attraktiv kann also Ehrenamt sein. Allerdings sind die Anforderungen auch nicht ganz ohne.

Auf den Internetseiten der Philharmonie findet man leider keinen Hinweis auf den Ehrenamtsservice, vermutlich mit Absicht, um nicht noch mehr Freiwillige "anzulocken", die dann womöglich nicht eingesetzt werden können.
Dafür stellt das Konzerthaus Berlin Informationen bereit,. Schauen Sie doch mal auf die Seite http://www.konzerthaus.de und klicken Sie sich zum --> Ehrenamtsprogramm. Hier hält man Verlockendes für Sie bereit.

Donnerstag, 28. Juni 2007

Handbuch zum Ehrenamtsmanagement

Wer fachgerechte und praktisch anwendbare Materialien zum Freiwilligenmanagement braucht bzw. einen Leitfaden mit Beispielen rund ums Thema sucht, findet all das im eben erschienenen „Toolbuch – Handreichung zum Ehrenamtsmanagement“.

Die Inhalte des Toolbuches reichen von den Grundlagen wie beispielsweise Begrifflichkeiten im Feld Ehrenamt über Tipps zur Planungsphase in der Organisation, Motivationen, Anerkennungskultur, Gewinnung von Freiwilligen, Kontaktaufnahme mit den Ehrenamtlichen und dem Ausstieg aus der ehrenamtlichen Arbeit bis hin zu den rechtlichen Grundlagen und dem Wert ehrenamtlicher Arbeit.
Hier wird das Thema also von der „Wiege bis zur Bahre“ durchgearbeitet, zu speziellen Themen wie Tätigkeitsvereinbarung, Werbung, Tätigkeitsbeschreibungen von freiwilligen sind jeweils Beispiele aus der Praxis - also direkt von Organisationen, die bereits so damit arbeiten – in den jeweiligen Kapiteln beigefügt.

Die PDF kann im Netz bei der Paritätischen Akademie unter
Aktuelles und
Toolbuch - Handreichung zum Ehrenamtsmanagement
runter geladen werden.

http://www.paritaetische-akademie.de/start_aktuelles.htm

Mittwoch, 20. Juni 2007

Fragebogen für ehrenamtliches Engagement



„Was passt zu mir?“ so beginnt ein Fragebogen aus dem Hamburger Abendblatt.

Frau Gabriele Glandorf-Strotmann hat für Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren wollen sehr gut formulierte Fragen, mit nachfolgenden praktischen Beispielen zusammengetragen, damit Interessierte in einem Selbsttest herausfinden können wo Ihre Interessen liegen, sie ihre Erfahrungen einbringen können und Möglichkeiten der Betätigung aufgezählt.

Eine Frage ist z.B. Bin ich ein Mensch, dem die gesellschaftliche Entwicklung ein Anliegen ist, der global denkt und lokal handeln will? Ich will nicht nur reden sondern auch was tun.
Als mögliches Engagement nennt Frau Glandorf-Strotmann: Mitarbeit in Hungerprojekten e.V., Kinderpatenschaften, Weltladenarbeit, Amnesty International, Zukunftsrat, Agenda 21, Bürgerengagement fördern.

Wir finden es ist ein gelungenes Beispiel, sowohl das Interesse und die Lust anzuregen sich ehrenamtlich einzubringen, als auch einen guten Überblick über das Feld zu geben.


http://www.abendblatt.de/daten/2007/05/22/743854.html

Freitag, 15. Juni 2007

Berliner Ehrenamtsbörsen unter einem Dach

Ständig reden wir von Vernetzung, auch heute mal wieder…

In Berlin haben zwei Ehrenamtsportale ihre Datenbanken zusammengeschlossen. Das sollten wir doch mal positiv hervorheben bei all der Datenvielfalt und gleichzeitig oft auch Unübersichtlichkeit, die sich im Netz auftut.

Die offizielle Internetseite der Stadt Berlin zum Thema freiwilliges Engagement unter www.berlin.de/buergeraktiv und das noch relativ neue Berliner Ehrenamtsnetz, zu finden unter www.ehrenamt-berlin.de machen „gemeinsame“ Sache. Das heißt, es wird hoffentlich eine breitere Reichweite bei den Nutzern erzielt.

Was bieten diese Seiten…?

Möchte sich jemand freiwillig engagieren, hat er in der Suchmaschine eine Vielzahl an Suchkriterien, was die Zielgruppen und Tätigkeitsbereiche anbelangt. Hier ist natürlich die Frage, ob so eine breit gefächerte Aufteilung der Bereiche wirklich sinnvoll ist, denn nicht hinter jeder ganz speziellen Anfrage findet sich auch ein entsprechendes Angebot. Aber wer einfach mal ein Ehrenamt sucht, findet derzeit über 270 Angebote, Tendenz steigend.

Man kann sich über rund 800 Einrichtungen, Initiativen und Vereine informieren und die Kontaktdaten erfahren. Eine Vereinsdatenbank für „jedermann“, das hat was.

Für die Vereine und Initiativen hat der Zusammenschluss der Portale den Vorteil, dass sie ihre Einträge nur einmalig eingeben und damit zwei Portale bedienen und hoffentlich auch von viel mehr Leuten gesehen und wahrgenommen werden.

Damit das Ganze nicht im luftleeren Raum schwebt und etwa leblos wirkt, gibt es natürlich auch eine Ansprechpartnerin, die auch tatsächlich gern sämtlich Anfragen beantwortet.

Das hat „Hand und Fuß“ könnte man sagen und hoffentlich auch eine langlebige Zukunft.

Schauen Sie mal rein!

Samstag, 9. Juni 2007

Belohnung fürs Ehrenamt

Das Land Hessen hat eine neue Form der Belohnung ehrenamtlicher Arbeit Entwickelt, die

E-Card.

Wer mindestens fünf stunden pro Woche ehrenamtlich tätig ist, kann eine solche E-Card erhalten und damit im Land Hessen über 1000 Vergünstigungen bekommen.

Eine Prima Idee!!!

Auf den Seiten der E-Card im Internet wird man mit folgendem Text empfangen:

Ehrenamtliches Engagement verdient Anerkennung!

Deshalb hat die Hessische Landesregierung, gemeinsam mit den Landkreisen und Städten die Ehrenamts-Card als Zeichen des Dankes und der Wertschätzung gegenüber all denen eingeführt, die sich in besonderer Weise für die Gesellschaft engagieren.Durch dieses neuartige Anerkennungsinstrument erhalten inzwischen über 11.000 Menschen die Möglichkeit, landesweit rund 1.000 Vergünstigungen beim Besuch von öffentlichen und privaten Einrichtungen und Veranstaltungen in Anspruch zu nehmen. Sportclubs, Kinos, Museen, Freizeitparks, der Einzelhandel und viele mehr machen mit, wenn es darum geht, den Einsatz der ehrenamtlich Engagierten zu honorieren.

Eine Umfrage der Hessischen Staatskanzlei unter den Inhabern der E-Card ergab, dass die Ehrenamts-Card bei ihren Besitzern sehr gut ankommt. Lesen Sie
hier mehr über die Ergebnisse dieser Erhebung.

Neben den dauerhaften Vergünstigungen gibt es auch immer wieder attraktive Sonderaktionen, Gewinnspiele und Freikarten, die wegen begrenzter Verfügbarkeit und großer Nachfrage rasch vergriffen sein können. Wenn Sie sich bei uns
registrieren, informieren wir Sie sofort per E-Mail über diese Sonderaktionen, damit Sie sich die besten Chancen sichern können.

Wer mehr darüber erfahren will, und wie man als Hesse eine E-Card bekommen kann, der sollte unter dem folgenden Link nachschauen: